Fachkräftemangel- Jetzt handeln

Was ist dran, was wird uns erwarten

Das Thema ist bekanntlich in aller Munde, einige können es auch schon nicht mehr hören, andere verzweifeln bei der Mitarbeiter Suche und nicht wenig gut gelaufene Unternehmen sind am Personalmangel gescheitert.

Wir wollten es jetzt mal genauer wissen und haben mal ein paar Statistiken studiert und ein wenig gerechnet.

Unser Fazit: "ALARM"


"Was denken Sie über dieses Thema. Ihr Kommentar interessiert uns"

Die neue Hotelcard



Warum wird nicht mal Klartext geredet?


18 500 Betriebe mussten in den letzten 8 Jahren schließen.

Das hat viele Ursachen. Einer der Hauptgründe ist aber, dass Unternehmen einfach keine fähigen Mitarbeiter mehr finden.

Dienstpläne wurden löcherig, die Qualität sank, Mitarbeiter waren überlastet und schmissen das Handtuch. Schnell ist man am Ende.

 

Und wie geht es weiter? 


geiles Zeug für Köche

Hier vorab ein paar Statistiken mit den Hauptursachen




Klar, die groben Fakten sind bekannt. Wir Deutschen werden immer weniger, dafür aber Älter. Die Senioren über 60 ( u.a. Babyboom der 60er/ 70er) nehmen in den nächsten Jahren weiter zu.

Die Anzahl der Abiturienten und der Akademiker steigt weiter an. Der Bedarf in der Wirtschaft bleibt auch in den nächsten Jahren stabil.

Hauptschüler gibt es immer weniger, Realschüler haben berufliche Chancen in Berufen, die früher nur Abiturienten angeboten wurden, oder werden Sänger bzw. Fußballstar.

Zu den Zahlen

Als Quellen diente das Netz, der DeHoGa und das statistische Bundesamt. Wir übernehmen keine Verantwortung auf Richtig- und Genauigkeit wollen aber grob auf die Konsequenzen und auf den Umfang aufmerksam machen.

In den nächsten 15 Jahren werden 6,52 Mio Deutsche zwischen 20 und 60 Jahren weniger dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Bei ca 1 Mio sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter in der Gastronomie

fehlen also 160 000 Mitarbeiter in den nächsten 15 Jahren.

 

Bei 220 000 Betrieben mit ca 5 Mitarbeitern je Betrieb werden

wohl dann weiter 40 000 Betriebe schließen.(natürlich nur rein rechnerisch)

In den vergangenen 8 Jahren waren es übrigens schon 18500.

 

 

 

Weitere Faktoren, die diese Situation noch viel schlimmer machen werden

 

 

  • Es werden mehr und mehr Abiturienten und Akademiker ausgebildet (gehen selten in die Gastronomie)
  • Die potentiellen neuen Mitarbeiter wechseln die Branche (nie war die Möglichkeit größer- auch andere Branchen suchen händeringend Fachkräfte und Azubis)
  • Immer weniger Azubis werden ausgebildet (2007 ca 100.00 und 2016 ca 50.000)
  • Die Politik subventioniert andere Berufszweige (Pflege, öffentlicher Dienst, Gründer etc)und macht diese Branchen attraktiver als die Gastronomie.
  • Immer mehr junge Menschen ziehen vom Land in die Stadt.
  • Schwarze Schafe in der Branche vernichten das eh nicht so besondere Image der Branche.

Die Auswirkung dieser Punkte in Kombination mit den Zahlen von Oben lassen wirklich Nichts gutes erahnen. 

 

Wer bekommt in Zukunft die wenigen Fachkräfte und Azubis?

 

Betriebe in Ballungsgebieten und Großstädten

Betriebe mit geregelten Arbeitszeiten

Betriebe die mit Ihren Mitarbeitern fair umgehen 

Betriebe die es sich leisten können über Tarif zu zahlen

 

 

 

Fazit:

 

Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, sieht es für viele Betriebe nicht besonders rosig aus. Es ist Zeit, dass Gewerkschaften, Verbände und Politik schnell handeln.

 

  • Integriert, schult und haltet Zuwanderer
  • Bildet mehr und besser aus
  • Die "schwarzen Schafe" müssen aus dem Verkehr gezogen werden. Neugründungen und Ausbildung nur mit Meister o.ä. 
  • Macht die Branche wieder begehrenswerter
  • Zahlt bessere Löhne (auch mit Unterstützung des Staates)
  • Unterstütz Betriebe in der Organisation
  • Freie und gratis Schulungen für Alle
  • Baut Bürokratie ab

 

 

Was man kurzfristig den Fachkräftemangel entgegentreten kann erfahrt Ihr hier


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Kommentare: 2
  • #1

    Harald S. (Montag, 25 September 2017 08:50)

    Guter Artikel, der wirklich zeigt, dass die Gastronomie auch vom Staat ein wenig Unterstützung bräuchte. Ich finde auch dass viel zu viele gute Mitarbeiter in schlechten Betrieben verheizt werden und dann gefrustet die Branche wechseln. Vielen Chefs fehlt es einfach an sozialer Kompetenz. Dazu kommt der tägliche Personalkostendruck. Vielleicht sollte das mal geschult werden

  • #2

    M. Rösler (Montag, 25 September 2017 09:44)

    Ich denk mal gerade auf dem Land wird es schwierig. Die jungen Leute zieht es die Stadt und übrig bleiben nur die alt Eingesessenen. Bei uns haben viele Lokale schon geschlossen, weil nicht nur Gäste fehlen, sondern weil es auch keine ordentlichen Köche mehr gibt. Wirklich traurig bei so vielen Arbeitslosen.


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