Technische Innovationen killen Arbeitsplätze

 

 

 

Originalartikel: gastro-check24

Oft hört man:“ Mein Arbeitsplatz in der Gastronomie ist sicher- gegessen wird immer und keine Maschine der Welt, kann Getränke servieren oder den Kochlöffel schwingen.“

Beim Punkt eins stimme ich zu (mal sehen wie lange diese sich das noch leisten können- aber das ist ein anderes Thema). Bei Punkt zwei frage ich mich allerdings, wie blind die Menschen sind. Wir stecken mitten in der technischen Revolution und kaum einer merkt das. 

Solche Küchen Brigaden gehören schon lange der Vergangenheit an

Es gibt heute moderne „Kantinen“ die mit einer Hand voll Köchen, tausend und mehr Essen am Tag produzieren.


Hohe Personalkosten und Fachkräftemangel wird die Industrie immer weiter treiben, diesen Fortschritt voranzubringen. Was eigentlich schon alles passiert ist und wo die Entwicklung hin geht, erfahren Sie hier in diesem kleinen Bericht.

 

Nein, natürlich bin ich nicht gegen den technischen Fortschritt in der Gastronomie. Viele Arbeiten haben sich verlagert, viele Arbeiten sind leichter geworden und auch Arbeitsbedingungen haben sich klar verbessert.

 

Die Frage bleibt aber, wohin geht die Reise eigentlich?  

 

     Küche

Am Anfang war das Feuer. Nein soweit wollen wir gar nicht ausholen. Einer der ersten Küchenhelfer war vielleicht der Handmixer. Ob damit Arbeitskräfte eingespart wurden, darf bezweifelt werden. Anders sieht es allerdings mit modernen Küchenmaschinen aus.

Was früher viele fleißige Hände schneiden mussten, schafft so eine Maschine im Minutentakt. Und kommt jetzt nicht mit der Bemerkung „das kann ich aber schöner“ oder „das sieht nach Industrieware aus“. Effizienz, hier zählt Effizienz.

 



Eine weitere Innovation, die vielen Köchen das Leben erleichtert, aber auch vielen Köchen den Arbeitsplatz gekostet hat ist der gute, alte Konvektomat oder einfach auch Kombidämpfer genannt.


Und seit dem sich diese Kochmonster auch selbst reinigen können, liebt diese auch der letzte alt eingesessene Koch und will diesen auch nicht mehr missen.


Apropos MONSTER. Wie viele unschuldige Küchenhilfen haben eigentlich durch diese  Ungeheuer ihren geliebten und gut bezahlten Job verloren???

 


Und hier noch der TOD aller Kreativen:

 

Egal in welchem Fertigungsgrad. Convenience Produkte haben das Kochen nicht nur im privaten Haushalt revolutioniert.

 

Na, was benutzt Ihr denn alles bei Euch im Betrieb? Fertigsaucen, Desserts aus der Tüte oder nur vorbereitete Kräuter im Plastikmantel oder geschnittene Salate???

 



Hier noch mal Beispiele was sich die Menschheit ausdenkt um Arbeitskräfte zu sparen:


Dachtet Ihr wirklich das wäre das Ende der technischen Revolution???

 

Ja, die ersten Prototypen des KOCH-ROBOTERS gibt es schon- bis der allerdings in einer Profiküche steht, wird es wohl noch dauern. Was aber sicherlich kommt ist eine Art Cyberbrille, die Rezepte und Arbeitsschritte direkt anzeigt, damit jede billige Aushilfskraft deine ach so kreative Arbeit einfach kopieren kann.



   Service

 

Sehe ich da den einen oder anderen Kellner grinsen und denken: „das habt Ihr arroganten Köche jetzt davon. Selbst ein Roboter kann eure Arbeit erledigen. Eine freundliche Servicekraft, die gekonnt Getränke serviert, kann keiner ersetzen!“

 

ÄH? HALLO? IST JEMAND ZU HAUSE?

Taaraaa- wir präsentieren: die Servicedrohne. Vielleicht noch nicht perfekt, vielleicht nicht freundlich, aber schon im Einsatz. Und alle Gäste sind begeistert.

Übrigens Job- Killer Nr.1 im Servicebereich sind diese Wunderdinger. Auch hier ist die Entwicklung noch lange nicht am Ende. Von der Reservierung über die Bestellung bis hin zur Bezahlung. (Oder glaubt hier wirklich noch jemand, dass in naher Zukunft noch ein Kellner mit einem Portemonnaie und Kellner- Block rumläuft?)

Seid froh, wenn Ihr noch den Damen aus dem Mantel helfen dürft.



Wurden diese Konzepte nur entwickelt um Gäste zu unterhalten und zu beeindrucken? Nö, es sollen natürlich in erster Linie Arbeitsplätze gespart werden.

UND ALLE MACHEN MIT (wie auch das selber scannen an der Ikea Kasse L )


1.Gastro- Konzept „roller coaster“

 

2.Konzept „Tischgrill“

 

3.Digitales Bestellkonzept „Pizza Hut“

 

4.Eigentlich brauchen wir gar keine Kellner mehr,die Gäste machen doch eh alles    alleine und zahlen dennoch den normalen Preis Konzept á la „Vapiano“


Servietten- Faltmaschine                                                        Besteck- Einwickelmaschine

Fenster- Putz- Roboter  

Gläser Poliermaschine          

Besteckpoliermaschine

Der Cocktail Cube


OK der Mensch ist noch nicht ganz zu ersetzen, aber SIE arbeiten dran.

Denn Ihr seid teuer, werdet krank und habt auch mal schlechte Laune.

 

Und jetz an alle Chefs, die diesen Artikel zufälliger weise auch gelesen haben und denen jetzt wieder einmal die Doller- Zeichen in den Augen blitzen.

 

WOLLT IHR DAS WIRKLICH? ODER GAB ES DA NICHT MAL EINEN ANDEREN GRUND IN DIE GASTRONOMIE ZU GEHEN?


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Kommentare: 7
  • #1

    H. Jansen (Samstag, 12 Dezember 2015 11:39)

    toller Artikel- nett geschrieben. Aber solche technischen Innovationen helfen uns auch die Personalkosten im Griff zu behalten. Ich würde es dementsprechend nicht nur verteufeln. Auch wenn Sie natürlich recht haben, dass ein Betrieb nur Seele zeigen kann, wenn dort auch Menschen arbeiten.

  • #2

    Th. Weber (Samstag, 12 Dezember 2015 16:49)

    Ich glaub ja nicht an Roboter in der küche oder im Service. Aber es wird sich bestimmt noch einiges tun. Z.B. denk ich, dass die Gäste alles über ein Tablett selbst bestellen. Das gibt´s auch schon. Die klassische Speisekarte hat dann ausgedient

  • #3

    hannelore weber (Dienstag, 15 Dezember 2015 11:54)

    Eine Cocktailmaschine? Wie Seelenlos ist das denn? Da lob ich mir doch einen feschen Barkeeper, der die Flaschen fliegen läßt.

  • #4

    Heinz (Montag, 21 Dezember 2015 20:01)

    Der Artikel gefällt mir sehr gut. Man denke mal an die Industrialisierung im Autobau. Da arbeiten nur noch wenige in der Produktion. Dennoch boomt die Branche in Deutschland. Auch in der Gastronomie wird´s weitergehen- nur irgendwie anders.

  • #5

    Toby der Azubi (Mittwoch, 23 Dezember 2015 18:28)

    Ich hab auf jeden Fall keine Angst das ein Roboter mir meinen Arbeitsplatz wegnimmt. Es wird sich halt immer was ändern aber schmecken kann keine Maschine der Welt (noch nicht)

  • #6

    xxx (Dienstag, 29 März 2016 16:01)

    Ich hab da keine Angst vor- wenn so eine Maschine mir Arbeit abnimmt und mir das Leben leichter macht, ist doch OK. Ersetzen kann mich sowieso keier ;)

  • #7

    Lisa (Mittwoch, 06 Juli 2016 14:20)

    Hab im Fernsehen gesehen das es sogar schon Roboter auf der Etage gibt. GRUSELIG


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